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aktuelle Meldung | 09.11.2011

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Glossar Fachbegriffe

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Zerspanbarkeit
Darunter versteht man die Eigenschaft eines Werkstoffs, sich unter gegebenen Bedingungen spanend bearbeiten zu lassen. Jeder Werkstoff muss im Hinblick auf sein Spanverhalten bei unterschiedlichen Bearbeitungen (Bohren, Drehen, Fräsen, usw.) untersucht werden. Allgemein spricht man von einer guten Spanbarkeit, wenn:

- die Spankraft klein ist,
- die Schneide lange scharf bleibt,
- in kurzer Zeit ein großes Spanvolumen erzeugt wird,
- die erzielte Oberfläche gut und
- die Spanform günstig ist.

Wesentlichen Einfluß auf die Spanbarkeit haben die Spanbedingungen: Schneidengeometrie, Schneidstoff, Schnittgeschwindigkeit, Vorschub, usw. Es ist darum nicht möglich, die Spanbarkeit durch eine Kennzahl auszudrücken. Häufig wird als Merkmal für die Spanbarkeit eines Werkstoffes die Standzeit des Werkzeuges genannt.

Zerstörende WP
Oberbegriff für alle Werkstoffprüfungen, die eine Zerstörung des Bauteils zur Folge haben. Zu diesen Prüfverfahren zählen die mechanisch-technologischen Prüfungen sowie die Korrosionsprüfverfahren.

Zerstörungsfreie WP
Oberbegriff für alle Werkstoffprüfungen, die Werkstoffungleichmäßigkeiten aufspüren, ohne das Werkstück zu beschädigen. Damit können qualitative, nicht aber quantitative Aussagen über Fehler getroffen werden. Zum Aufspüren von Oberflächenfehler werden Eindringverfahren (Farbeindringprüfung) und Magnetpulververfahren verwendet. Fehler im Werkstückinneren werden mittels Durchstrahlungsverfahren (Röntgen- oder Gammastrahlen), Durchschallungsverfahren (Ultraschallprüfung, Wirbelstromprüfung) sowie unter Verwendung von elektrische Verfahren (Wirbelstromprüfung) aufgespürt.

Zertifikat
Nachweis einer erfolgreichen Zertifizierung.

Zertifizierung
Zertifizierung bedeutet, dem Erzeugnis oder einer Dienstleistung die Übereinstimmung (Konformität) mit bestimmten technischen Regeln und Verfahrensabläufen durch einen unabhängigen Dritten zu bescheinigen.

Ziehangel
Als Ziehangel bezeichnet man die Verringerung des Durchmessers am Rohranfang, sodass es durch die Matrize gesteckt und von der Ziehzange gefasst werden kann.

Ziehen
Das Ziehen umfasst vier Varianten. Beim Stopfenzug wird die Luppe über ein fest zur Ziehmatrize eingestelltes Innenwerkzeug gezogen. Dabei werden Außen- und Innendurchmesser sowie die Wanddicke reduziert. Das Ziehen mit Ziehstange ist dadurch gekennzeichnet, dass die Luppe zusammen mit dem Innenwerkzeug, der sogenannten Ziehstange, durch die Ziehmatrize gezogen wird. Da das Rohr nach dem Zug fest auf der Stange sitzt, ist ein Lösewalzwerk und eine Stangenausziehanlage erforderlich. Beim Stopfenzug mit fliegenden Ziehstopfen ist das Innenwerkzeug so ausgebildet, dass es sich an der Rohrinnenwand abstützt und dadurch in Ziehstellung gehalten wird. Beim Hohlzug wird ohne Innenwerkzeug gearbeitet. Es werden im wesentlichen nur Außen- und Innendurchmesser reduziert, wobei die Wanddicke je nach Reduktionsverhältnis um ein geringes Maß zu- oder abnehmen kann. Es werden Querschnittsreduktionen bis 50% erreicht.

Ziehriefen
Mehr oder weniger tiefe und sichtbare Rillen, welche die Werkzeuge auf der Werkstückoberfläche z.B.: beim Drehen, Schälen, Walzen und auch Sägen - hinterlassen. Beim Kaltziehen können außen (bei Rohren auch innen) sogenannte Ziehriefen entstehen.

Ziehseife
Dient als Schmiermittel beim Stopfenziehen. Die Beseifung der Rohroberfläche erfolgt durch Tauchen in ein Seifen(Stearat)-Bad bei 70°C. Vor dem Beseifen muss die Rohroberfläche jedoch mit einer Trägerschicht, dem sogenannten "Ziehbonder" (Oxalsäure) versehen werden.

Ziehstange
Nennt man das Werkzeug beim Stangenziehen, welches den Innendurchmesser des Fertigrohres bestimmt.

Zugprüfmaschine
Auf einer Zugprüfmaschine kann der Zugversuch durchgeführt werden. Die wichtigsten Bauteile der Zugprüfmaschine sind die Beanspruchungseinrichtung (Aufbringen der Zugkraft) und die Messeinrichtung (für die Prüfkraft sowie Probendehnung). Aufgrund der Genauigkeit der Kraftmesseinrichtung werden die Zugprüfmaschinen in unterschiedliche Klassen eingeteilt.

Zugversuch
Beim Zugversuch wird eine Zugprobe bis zum Bruch gedehnt und dabei die erforderliche Zugkraft sowie Probenverlängerung gemessen. Der Zugversuch dient zur Ermittlung von Werkstoffkennwerten wie Streckgrenze, Zugfestigkeit, Bruchdehnung, etc.

Zulassungen
Eine Zulassung von einer bestimmten Organisation (TÜV, Loyd's, usw.) wird auf Grund eines erfolgreichen Audit erteilt und bescheinigt dem Hersteller/hergestellten Produkt, dass gemäß den Vorgaben bzw. Richtlinien der Zulassungsstellen gefertigt wird.

Zunder
Meist lockere Eisenoxidschicht auf Stahl, die sich bei der Erhitzung des Werkstoffs in Luft oder anderen oxidierenden Atmosphären bildet.

Zunderfreie WBH
Darunter versteht man eine Wärmebehandlung, welche unter Schutzgas (ohne Luftsauerstoff) durchgeführt wird, um so die Ausbildung einer Zunder- bzw. Oxidationschicht zu vermeiden.